Manchester Snow setzen ein Zeichen gegen Unmenschlichkeit, zaubern Bilder im Kopf und spielen kein Schere-Stein-Papier mehr.

Die Flüchtlingssituation in Europa spaltet die Meinungen der Gesellschaft derzeit wie keine andere Thematik. Viele Künstler nutzen die Reichweite ihrer Social Media-Kanäle, um ein Zeichen gegen Hetze und Unmenschlichkeit zu setzen. Eine Salzburger Band hat diesen Weg nun ebenfalls gewählt: Manchester Snow. Das Trio hat ein berührendes und emotionales Musikvideo gedreht, das zum Nachdenken anregen soll. Ich treffe Rupi, Niklas und Marvin im Salzburger republic, wo sie mir u.a. verraten, in welcher Hinsicht sie sich in den letzten Jahren verändert haben, warum Schere-Stein-Papier ein Tabu ist und wieso man bei Konzerten in Deutschland eine Stecknadel fallen hört.
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Die 3deutige Aussage im Interview: Biertrinkende Bienen, Festivalanekdoten und nackte Tatsachen.

Wer in Salzburg ab und zu Punkkonzerte besucht, kommt um eine Band nicht herum: die 3deutige Aussage. Auf der Bühne ist vor allem Spaß angesagt – egal ob in bunten Kostümen oder mit einem Bier in der Hand. Die lustige Truppe hat mich in ihren Proberaum eingeladen, wo gleich mal ein paar der neuen Songs zum Besten gegeben wurden. Im Anschluss plauderte man u.a. über die Salzburger Punkszene, band-interne Quoten, Bienen, Bier und die aktuelle Flüchtlingssituation. Bevor ich jedoch die erste Frage stellen konnte, entkleidete sich plötzlich Gitarrist Simon komplett. „Für die Fans“ lauteten seine Worte. Nachdem mir klar wurde, dass er das Interview wirklich nackt geben wollte, war es schwer, ihn von seinem Plan abzuhalten. Musiker….
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Die Salzburger Stadtmusikanten – Musik machen kann jeder.

Menschen bereisen heutzutage andere Planeten und stellen Weltrekorde auf, indem sie tonnenschwere Trucks ziehen oder Kokosnüsse mit der Hand zerschlagen. Da wäre es doch gelacht, wenn man es nicht schaffen könnte, innerhalb weniger Wochen ein paar Griffe auf Musikinstrumenten zu lernen und ein paar schöne Gesangspassagen von sich zu geben. Zumindest in einem solchen Ausmaß, dass das Endergebnis vor Salzburgs Passanten präsentiert werden kann – ohne dass die sich sofort verziehen.

So in etwa lautet die Grundidee, die hinter einem gemeinsamen Projekt von HOAMAT HEROES und dem phänomenalen Salzburg-Blog FRÄULEIN FLORAS FAVOURITE HANGOUTS steckt. Denn Eva, Matthias und Miriam wollen gemeinsam beweisen, dass jeder Musik machen kann. Auch sie.

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Waste of Ink über Sprach-Klischees, Lieder für Katzen und den perfekten Punksong.

Mit einer Akustikgitarre in der Hand und Punkrock im Herzen entstehen aus der Feder von Martin Reiter Songs über Katzen, Bahnsteige und das Feiern. Unter dem Namen WASTE OF INK erzählt der Salzburger in folkiger Singer/Songwriter-Manier aus dem Alltag und hält das Ganze auf seinem aktuellen Album Tage ziehen vorbei wie Wolken fest. Wie viel Tinte er insgesamt beim Schreiben der Songs „verschwendet“ hat, weiß ich nicht. Einen Tintenkiller musste er aber wahrscheinlich selten benutzen. Eigentlich eine gute Frage im Nachhinein. Ich habe Martin an einem Donnerstag Abend im Salzburger Urbankeller auf ein gemütliches Bier im Gastgarten getroffen und mich mit ihm dabei u.a. über die Vor- und Nachteile als Solokünstler, Rammstein, Tattoos, seine Katze und guten Punkrock unterhalten.
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Glowing Eyes über Berliner Erlebnisse, kaputte Laptops, Burnouts, verrückte Taxifahrer und warum Musik das alles rechtfertigt.

Und wieder einmal wurde HOAMAT HEROES von einer Band in das idyllische Saalbach Hinterglemm eingeladen. Nachdem ich zuletzt im November bei Happy Hoagascht und di Hofa Buam zu Gast war, lotste man mich dieses Mal zum Lake of Charity-Festival auf den Westgipfel Hinterglemm. Dort erwartete mich das Quartett von GLOWING EYES. Die Band fusioniert einen Sound, der nach eigenen Angaben zum Tanzen anregen und dazu animieren soll, sich selbst zu verändern – eben durch die Musik und deren Message. Da wollte ich nochmal genauer nachfragen. Wir machten es uns am Gerstreitteich, einem kleinen Bergsee, gemütlich und redeten über den Zauber von Berlin, das Für und Wider von Crowdfunding, kaputte Laptops, Burnouts und mir wurde erklärt, was ein Hausbau mit einem Musiklabel zu tun hat. Während nebenbei Wakeboarder, Kunstflieger und Live Musik am Programm standen, habe ich auch erfahren, warum bei dem sympathischen Quartett immer alles auf den letzten Drücker passiert…
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Purple Souls: Warum Lila Glück bringt, man nicht mit einem Golf zu AC/DC fahren sollte und wieso das neue Album so spannend wird.

Purple Rain, Deep Purple, Purple Haze … Das Lila in Verbindung mit Musik scheint ein gutes Omen zu sein – zumindest wenn man sich die bisherige Musikkarriere der Purple Souls aus Salzburg so ansieht. Die Single Babylon ist manchen vielleicht aus dem Radio bekannt, vor kurzem wurde eine ihrer Nummern als Titelsong für eine Werbekampagne der Austrian Airlines ausgewählt und im Mai trat das Quartett als Vorband von niemand geringerem als AC/DC in Spielberg auf. Ich habe die vier Burschen im Rahmen der Veranstaltung 88SAITEN gegen rechts!  im Salzburger Mirabellgarten getroffen und mich mit ihnen u.a. über die Macht der Musik, entscheidende Veränderungen und New Yorker Einflüsse unterhalten. Außerdem haben sie mir erzählt, was in den 24 Stunden vor ihrem Auftritt bei AC/DC passiert ist und was es mit der Farbe Lila auf sich hat.
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Das YSR Collective springt vor Ideen über, wünscht sich ein 4-stöckiges Haus und träumt von Konzerten in einer Metzgerei.

Es gibt sie noch – junge Leute, die sich in ihrer Freizeit zusammentun, um Großes zu (er)schaffen und um Gleichgesellten ebendiese Möglichkeit zu bieten. Ganz konkret spreche ich hier von einem Künstlerkollektiv. Diese Vereinigungen waren mir bis vor kurzem „nur“ ein Begriff – heißt, ich hatte nie einen wirklichen Einblick in deren Tätigkeiten. Das Salzburger YSR Collective (ausgeschrieben: Yessir) lud mich schließlich in die Pommes Boutique am Mirabellplatz ein, um mir mehr über ihre Arbeit, die Ziele und die Plattform ansich zu erzählen. Wie sich später herausstellte, ist die Pommes Boutique DER Treffpunkt für alle YSR Mitglieder und deren Freunde. Während des Interviews kamen nach und nach immer mehr Leute dazu und auch wieder weg. Ein witziges Detail am Rande war auch, dass Leute, deren Vorname mit M beginnt, klar im Vorteil waren. Ich als Miriam hatte nämlich Manuel, Mira, Max und Moritz als Interviewpartner. So habe ich also erfahren, wozu das Kollektiv gegründet wurde, was das Ganze mit dem Militär, einem vierstöckigen Haus und Oma’s Gartensessel zu tun hat und warum eines ihrer Ziele ein Sonntagskonzert in einer Metzgerei ist.
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Fate Has Called über harte Metal-Klischees und sanfte Töne, Live-Shows und Sprungfedern und die Talentschmiede Mostviertel.

Eigentlich feiern Fate Has Called dieses Jahr bereits ihr 10-jähriges Bandbestehen. Eigentlich. Denn die Kombo aus Amstetten war jahrelang durch viele Veränderungen geprägt. Das musikalische Projekt gibt es ansich seit 2005 und war damals noch unter dem Namen Crosschips unterwegs. Aufgrund des Stilwechsels und der Besetzung im Laufe der Jahre entschied man sich Anfang 2014 für den neuen Bandnamen – trommelwirbel – Fate Has Called! Und diese Truppe hat es in sich. Lukas, Chrissi, Tom und Daniel überzeugen mit einer einzigartigen Mischung aus harten Gitarrenriffs, eingängigen Rhythmen, kraftvollem und melodischem Gesang sowie dem eher genre-ungewöhnlichen Einsatz eines weiblichen Bandmitglieds. Fate Has Called haben mir im Interview u.a. erzählt, warum das harte Metal-Klischee ruhig auch manchmal weiche Töne verträgt, wieso eine gute Live-Show das A und O ist und was eine Band zusammenschweißt.
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Ich habe mit tuXedo ein Konzert in Belgien gespielt und einige Facetten des Tourlebens kennengelernt.

Wer nimmt freiwillig eine Busfahrt von rund 1860 km auf sich, bei der vier Länder in insgesamt 21 Stunden durchquert werden – um am Ende einen 45 Minuten-Gig zu spielen? Besser lässt sich die Leidenschaft eines Musikers zur Musik meiner Meinung nach nicht ausdrücken. Dieses Szenario durfte ich Anfang Juni mit den Jungs von tuXedo miterleben. Wie es auf Tour mit einer Metalband so ist, lest ihr hier…

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Like Elephants sind einer DER heimischen Hoffnungs-Acts und erscheinen dir sogar im Traum.

Nicht lange ist es her, da wurden Like Elephants von Thomas Heher (Waves Vienna und The Gap-Gründer) unter die Top 10 der heimischen Hoffnungs-Acts gewählt. Als wäre das nicht schon Ehre genug, machten die fünf Grieskirchner auch noch den zweiten Platz beim Lautstark! Bandcontest im Linzer Posthof! Diese Truppe sollte man also auf jeden Fall im Auge behalten… Ich treffe das Quintett am Abend des letzten Stopps ihrer EP-Release-Tour in Salzburg, wo wir es uns in einem verlassenen, aber sehr extravaganten Asia-Restaurant gemütlich machen. Bei Speis und Trank wurde u.a. über das Für und Wider von Bandvotings, die Glanzzeiten des Indie und das Pflanzen von Gedanken à la Inception geredet. Doch zuvor wollte Manuel noch kurz Zigaretten kaufen gehen. Bevor das Essen kalt wurde, starteten wir das Interview ohne ihn. Später sollte sich herausstellen, dass die Suche nach Zigaretten in Salzburg zu einer Mission Impossible werden kann…

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